Verein

Der Name des Vereins

Der Vereinsname ist abgeleitet von den international gebräuchlichen wissenschaftlichen Bezeichnungen für das betreffende Störungsbild: "Attention Deficit Disorder (ADD)" (ADS ohne Hyperaktivität) und "Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD)" (ADS mit Hyperaktivität).

  •  "Hyperaktives Kind" bzw."Hyperaktivitätssyndrom"

    Dies ist eine irreführende Bezeichnungen, denn Hyperaktivität kann zwar das auffälligste Merkmal von betroffenen Kindern sein (und ist es sehr häufig auch), ist aber nicht unbedingte Voraussetzung für die Diagnose "ADS". ADS kommt sehr oft, insbesondere bei Mädchen, auch ohne Hyperaktivität vor. Außerdem ist Hyperaktivität das das Kind selbst am wenigsten belastende Symptom von ADS

  • "Hyperkinetisches Syndrom (HKS)"

    Auch diese Bezeichnung kann zu dem falschen Schluß verleiten, daß betroffene Kinder (immer und überall) körperlich unruhig und zappelig sein müssen

  • "Psycho-Organisches Syndrom (POS)"

    In der Schweiz gebräuchliche, teils auch im süddeutschen Raum benutzte Bezeichnung

  • "Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD)"

    Bezeichnung, die wegen ihrer unklaren Definition, aufgrund des zur Zeit ihrer Entstehung (60er Jahre) noch unzureichenden Forschungsstandes, von den meisten Fachleuten nicht mehr verwendet wird

Ziele des Vereins

Der Verein will Eltern mit Kindern mit ADS/ADHS unterstützen, ihnen Gelegenheit zur Zusammenarbeit bieten und den Erfahrungsaustausch in Erziehungsfragen ermöglichen. Ferner bemüht sich der Verein um eine Frühförderung im Vorschulalter und um Fördermaßnahmen in Kindergärten und Schulen. Er strebt Information, Aufklärung und Weiterbildung von Eltern, Erziehern und Lehrern über ADS/ADHS an. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftliche Zwecke.

Orientierung und Arbeitsgrundlage

Der Verein ist weltanschauungsneutral. Auszug aus unserer Satzung: "Der Verein orientiert sich am Erkenntnisstand der schulmedizinischen und –psychologischen Wissenschaft, Forschung und einschlägigen klinischen Praxis. Grundlagen für unsere Aufklärungsarbeit sind wissenschaftliche Erkenntnisse. Hierzu gehört, daß ADS/ADHS hauptsächlich biologisch begründet ist (i.d.R. angeboren), kaum dagegen durch Umweltfaktoren, durch interaktionelle oder frühkindliche Entwicklungsprobleme."